Wappen von Egweil Kriegervereine gedenken der Gefallenen und Vermissten
Sonntag, 7. Mai 2017

Bericht: Hans-Peter Gabler

 

Zwanzig Fahnenabordnungen der Krieger- und Soldatenvereine aus dem Landkreis, darunter auch andere Egweiler Vereine, beteiligten sich mit vielen Kameraden und Kameradinnen an der diesjährigen Kreiskriegerwallfahrt in Egweil. Mit dabei waren die Ehrenvorsitzenden Peter Hecker und Heinz Reber.

In einer Prozession zogen sie mit den Schuttertaler Musikanten und Pater Weise mit den Ministranten vom Sportheimparkplatz zum Dorfplatz mit dem Kriegerdenkmal. Dort fand eine kurze Andacht mit Segnung der Teilnehmer und der Veranstaltung statt. Der Vorsitzende der Kreiskriegervereinigung Eichstätt Land, Franz Bayer, legte zusammen mit dem Egweiler Bürgermeister, Johannes Schneider, einen Kranz für die gefallenen und vermissten Soldaten der Weltkriege nieder.

In seinem Grußwort erinnerte Bürgermeister Schneider an die immer noch tobenden Kriege und ständig mehr werdenden Konflikte auf der Welt. Viele Soldaten seien täglich im Kriegseinsatz, darunter aktuell auch 80 Soldaten aus Ingolstadt auf dem afrikanischen Kontinent.

„Am 8. Mai 1945, also genau vor 72 Jahren, ging der schreckliche Zweite Weltkrieg, der fast ganz Europa zerstört hat, mit der bedingungslosen Kapitulation zu Ende”, erinnerte Bayer in seiner Ansprache. Von den Millionen Menschen, die in den beiden Weltkriegen ihr Leben lassen mussten, stammten auch einige aus Egweil. Im Ersten Weltkrieg sind 24 Soldaten gefallen oder werden vermisst bei einer Einwohnerzahl von rund 550 Menschen. Im Zweiten Weltkrieg mussten 37 Soldaten ihr Leben lassen oder werden vermisst (Einwohnerzahl: rund 670). „Es wurde jeweils fast eine Generation an jungen Männern der Gemeinde ausgelöscht”, sagte Bayer.

Die Kreiskriegerwallfahrt fand erstmals im Mai 1964 in Bergheim statt. Die damaligen Teilnehmer waren fast alle noch Kriegsteilnehmer. Seit 1971 wird die Veranstaltung abwechselnd in den Heimatorten der angeschlossenen Vereine im Monat Mai durchgeführt.

Den Festgottesdienst zelebrierte Pater Weise. In einer flammenden Predigt verurteilte er Kriege als Rechtfertigung oder Vergeltung und mahnte jeden Einzelnen, darüber nachzudenken, was er selbst mit dem Herzen bisher getan habe.

Musikalisch umrahmten die Schuttertaler Musikanten die Eucharistiefeier und das gemütliche Beisammensein beim Heindl-Wirt.

   
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