Wappen von Egweil Egweil bereit für Flüchtlingsankunft
Heute Informationsabend im Gemeindezentrum
Donnerstag, 26. November 2015
Bericht und Foto: Hans-Peter Gabler

 

Die Gemeinde Egweil bereitet sich weiter auf die Ankunft der ersten Asylbewerber vor. „Sie werden frühestens im Februar des nächsten Jahres erwartet“, teilte Bürgermeister Johannes Schneider auf einer Informationsveranstaltung mit.

Er hatte dazu eingeladen, einen Helferkreis zu bilden, der die Asylsuchenden im Alltagsleben betreut und unterstützt. Rund 20 Personen interessieren sich für die ehrenamtliche Aufgabe, aber ein Ansprechpartner oder Koordinator konnte noch nicht gefunden werden. Für weitere Informationen findet am heutigen Donnerstag, 26. November, um 19 Uhr wieder eine Zusammenkunft im Gemeindezentrum statt, wozu alle Interessierten eingeladen sind.

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Zwei Drittel der Wohncontainer stehen auf dem Firmengelände Hirsch in Egweil schon bereit. Was noch fehlt, sind die Sanitär- und Technikcontainer.

Die Vorbereitungen für die Unterbringung der Asylsuchenden auf dem Gelände der Firma Hirsch sind grundsätzlich abgeschlossen und rund zwei Drittel der Wohncontainer bereits aufgestellt. „Es hapert noch an Sanitär- und Technikcontainern“, berichtete Schneider. Wann diese kommen, ist noch unklar.

Die Gemeinde wünscht sich vorrangig Familien mit Kindern. Darauf hat aber niemand Einfluss, informierte Simon Kolbe von der zuständigen Caritasstelle in Eichstätt. Die Behörden wissen höchstens einen Tag vorher, wer ankommt.

Kolbe gab auch einen Überblick über die aktuelle Situation und die möglichen Aufgaben der Helfer. Jeder könne sich beteiligen und im Rahmen dessen helfen, was er sich selbst zutraue, so Kolbe. Außerdem könne man die Tätigkeit jederzeit beenden. Kolbe zählte Beispiele auf, wie man sich einbringen könne: Unterstützung bei Arztterminen, Begleitung in die Kleiderkammer, Begleitung zu verschiedenen Terminen oder Fahrdienste. Die Flüchtlinge bräuchten Orientierung, und man müsste sie über die Regeln des hiesigen Zusammenlebens aufklären. Im Einzelfall sei auch die Erteilung von Sprachunterricht denkbar. Mangelnde Sprachkenntnisse seien aber kein Hinderungsgrund, so Kolbe: Irgendwie klappe die Verständigung sehr gut. Die Helfer bekommen auch stets Unterstützung durch die Caritas, stellte Kolbe klar. Im Vordergrund jeder Bemühung stehe die Integration – und damit sei eine hohe Verantwortung verbunden.

Die Helfer benötigen – wie bei einer Tätigkeit in Sportvereinen – ein Führungszeugnis, aber das könnte über eine Sammelaktion durch die Caritas erledigt werden.

   
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