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24. Juni 2018
Bericht und Fotos: Hans-Peter Gabler

Zwischen Natur und Ordnung
Beim „Tag der offenen Gartentür” konnten zwei unterschiedliche Welten besichtigt werden

Bereits zum 20. Mal ist im Landkreis Eichstätt der „Tag der offenen Gartentür” veranstaltet worden. In diesem Jahr waren die Gärten der Familien Martina und Christian Lindner und Melanie und Vitus Lehenmeier in Egweil bereit für eine Besichtigung.

Der Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege Eichstätt, Landrat Anton Knapp, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte bereits am Morgen eine große Besucherschar. Ihm zufolge waren alle 80 Ortsvereine und die 30 Kommunen im Landkreis aufgerufen gewesen, daran teilzunehmen. Im Bezirk Oberbayern beteiligten sich neun Gartenbaukreisverbände mit insgesamt 35 Objekten.

Er begrüßte den Bürgermeister von Egweil, Johannes Schneider, seine Stellvertreterin im Kreisverband, Irmgard Schlamp, und die Gebietsvertreter Elisabeth Lindner und Robert Feuerlein sowie die Ehrenmitglieder im Kreisverband, Hans Meier, Helga Pfaller und Franz Lehmeyer. Schneider freute sich über die Bereitschaft der Familien Lehenmeier und Lindner und dankte ihnen für die Teilnahme. Er lud die Besucher auch zu einem Rundgang durch die Gemeinde ein.

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Viele Interessierte nutzten die Möglichkeit, sich in zwei Egweiler Privatgärten umzuschauen. Ihre Gartenwelten geöffnet hatten die Familien Lindner
(Bild oben) und Lehenmeier (Bild unten).

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In beiden Gärten war das Motto „Schaff dir einen Garten an, dann hast du Freud ein Leben lang” spürbar. Interessant war für viele Besucher auch die Unterschiedlichkeit der beiden Egweiler Gärten. „Ein Garten spiegelt die Seele des Gärtners wider”, sagte Martina Lindner. Während bei ihnen der weitläufige Garten eher naturnah angelegt ist, herrscht nur ein paar Gehminuten entfernt bei Lehenmeiers Ordnung und Struktur.

Für eine Besucherin aus Wettstetten war der Lindnersche Garten mehr ein Abenteuerspielplatz für Kinder. Sie setze auf einen gepflegten Garten wie bei der Familie Lehenmeier. Beides sei wunderschön anzuschauen, sagten dagegen zwei Frauen aus Heppberg. Der naturbelassene Garten habe seinen besonderen Reiz und sei auch von Vorteil für die Insektenwelt. Anders sah es eine Frau aus Adelschlag. „Ein naturnaher Garten ist zwar schön anzuschauen, aber nichts für mich”. Das „Durcheinander” passe nicht in ihre Vorstellung , sie schätze Ordnung und Trennung. Für alle Besucher waren die Ruhebänke und Sitzgelegenheiten zwischendrin eine willkommene Gelegenheit auf einer entspannten Besichtigungstour. Die Besucher lobten den Mut zur Ausstellung und waren sehr angetan von den gepflegten Anlagen - jede auf ihre eigene Art und Weise ein Schmuckstück. Bei Lehenmeiers gab es zur Unterhaltung Gartenmusik von Schülerinnen. Zu den Besuchern stieß auch die Landtagsabgeordnete Tanja Schorer-Dremel. Sie habe früher gern gegartelt, aber der Beruf lasse dazu wenig Spielraum, bedauerte sie.

   
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