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Informationen aus der 25. Gemeinderatsitzung Egweil vom 4. April 2016

Container oder Waldwagen?
Kindergarten braucht neuen Raum: Zeitlich befristete Lösung gesucht

Montag, 4. April 2016
Bericht: Hans-Peter Gabler

 

Egweil braucht Raum für eine weitere Kindergartengruppe. Die Problematik stellte Bürgermeister Johannes Schneider in der jüngsten Gemeinderatssitzung ausführlich dar. Es geht um eine zeitlich begrenzte Erweiterung: entweder per Container oder mit einem Waldkindergartenwagen.

Der örtliche Kindergarten St. Franziskus, der in der Trägerschaft der Katholischen Kirchenstiftung steht, verfügt über eine Aufnahmekapazität von maximal 54 Kindern. Bisher besuchen 48 die Einrichtung, weitere 18 sollen neu dazukommen - zu viele für die aktuellen Rahmenbedingungen. „Wir werden um eine, wenn auch zeitlich begrenzte, Erweiterung nicht herum kommen”, stellte Bürgermeister Schneider fest. Es müsse eine dritte Gruppe außerhalb des bestehenden Kindergartens eingerichtet werden, vorläufig bis 2018, so Schneider. Dann sollten sich die Zahlen wieder so einpendeln, dass die Kapazität der festen Räume reicht. Umliegende Gemeindekindergärten haben keine zusätzlichen Aufnahmemöglichkeiten mehr, so Schneider. Auch der Jugendraum im Pfarrhaus oder andere öffentliche Räumlichkeiten sind nicht geeignet. Sie müssten aufwendig umgebaut werden.

Aktuell steht die Gemeinde, der das Gebäude des Kindergartens gehört, vor der Wahl einer Containeranlage oder eines Waldkindergartenwagens. Für den Container sind rund 90.000 Euro zu kalkulieren, beim Waldkindergartenwagen wären es rund 43.000 Euro. Beide Möglichkeiten verfügen über rund 100 Quadratmeter Fläche. Die Kosten sind nicht im Haushalt eingerechnet, die Erweiterung muss aber bis September stehen. Weil es sich bei den zur Wahl stehenden Optionen laut Schneider nicht nur um zwei pädagogisch völlig unterschiedliche Konzepte handelt, müsse auch das erforderliche Personal nicht nur befristet aufgestockt, sondern auch den unterschiedlichen Anforderungen entsprechend ausgesucht werden.

Schneider brachte die Möglichkeit in die Diskussion ein, dass vom Ingolstädter Gnadenthal-Gymnasium drei Klassenzimmercontainer abgelöst werden könnten. Sie gehören der Diözese Eichstätt, wären aber frühestens Ende Juli verfügbar. Allerdings müsste dazu noch ein Sanitär- und Küchencontainer gekauft werden. Die zeitliche Abwicklung ist dabei nicht zu 100 Prozent sichergestellt, detaillierte Kosten noch nicht bekannt. Die Tendenz der Eltern geht nach einer Befragung laut Schneider überwiegend in Richtung Containeranlage. Der Bürgermeister will die Kosten der Schulcontainer mit allen zusätzlichen Erfordernissen noch abklären und dann dem Gremium vorlegen. Eine endgültige Entscheidung fällt dann anschließend.

Aus der Sitzung:

  • Nummern: Für das neue Baugebiet Egweil West waren die Hausnummern an der Neuburger Straße noch offen. Durch bereits bestehende Grundstücke können die neuen Hausnummern nicht fortlaufend eingefügt werden: Ein Anwohner will keine neue Nummer akzeptieren. Der Bürgermeister will das Thema mit dem Grundstücksbesitzer noch einmal besprechen.
  • Beschau: Für die nahe Zukunft sollte eine regelmäßige Feuerbeschau aller öffentlichen Gebäude oder Räume für größere Zusammenkünfte durchgeführt werden. Daraus sollten Bewertungen erstellt werden. Die Räte sollen sich Gedanken machen und bis zur nächsten Sitzung dafür ein Gremium zusammenstellen.
  • Internet: Zum Thema Breitbandausbau konnte Schneider berichten, dass die Telekom Kooperationspartner ist, aber der Genehmigungsbescheid vom Freistaat Bayern noch nicht vorliegt. Für das Baugebiet Egweil-West wird ausschließlich Glasfasertechnik eingesetzt, informiert Schneider.
   
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