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Glockenschlag 30. Mai - 20. Juni 2021

Liebe Brüder und Schwestern,

im Monat Juni begehen wir das Herz-Jesu-Fest. Das Herz-Jesu ist Symbol der göttlichen Liebe zu uns und zu seiner Kirche, aus dessen Seitenwunde sie ihren Ursprung gewonnen hat. Kirche und das Herz-Jesu stehen demnach in einem unauflöslichen Zusammenhang. Viele der gegenwärtigen Rufe nach sogenannten strukturellen Veränderungen in der Kirche lassen eine Unkenntnis des eigentlichen Wesens und Auftrags der Kirche erkennen, die einhergeht mit einer Verkennung der Rolle des heiligsten Herzens Jesu für die heilige Kirche.
Das Herz Jesu wird bezeichnet als ein brennender Feuerherd der Liebe. Es ist der Sitz der innergöttlichen Liebe. Es trägt diesen Titel aber auch, weil in diesem Herzen der uneingeschränkte Wille herrscht, jedem Menschen aus Liebe zu ihm wahres Glück und nie endende geistliche und geistige Gesundheit zu schenken. Das kann hier auf Erden nur beginnen und erst in der Ewigkeit vollendet werden. hi der dienenden Mitarbeit an diesem Willen liegt aber gerade der Auftrag der Kirche und ihrer Geistlichen. Die Kirche ist der über die ganze Welt ausgebreitete Christus. Die Glieder der Kirche aber sind sein mystischer Leib. Da Christus wusste, dass die Glieder seines Leibes, d.h. jeder getaufte Christ, schwache und gefährdete Wesen bleiben, hat er auch hier alle denkbar mögliche Vorsorge getroffen. Sein von unbegreiflicher Liebe erfülltes Herz steht daher jedem Menschen guten Willens weit offen und ersehnt sich für jede Seele nichts mehr als ewige Genesung. Für die dazu nötige Therapie hat der göttliche Arzt die Medizin in reichlichem Maße zur Verfügung gestellt: Es ist die Gnade, die durch die sieben Sakramente der Kirche auf alle Menschen guten Willens überfließen kann. Weil aber der richtige Einsatz und die Dosierung der Medizin bei allen Krankheiten besonders wichtig ist, muss es nach dem Beispiel des großen Arztes unserer Seelen, Christus, weitere Arzte geben, die ihr ganzes Wissen und ihre ganze Kraft in den Dienst der Schwachen und Kranken stellen: Das sind die Priester und Diakone. In ihrer Weihe werden alle Priester und Diakone innerlich ihrem Meister gleichförmig gemacht und zur Verwaltung der geistlichen Schätze der Kirche befähigt. Der Ruf nach struktureller Veränderung in der Kirche kann nur von denjenigen kommen, die die Kirche auf eine Anlaufstelle für psychologische Lebenshilfe, einen Dienstleistungsbetrieb, eine Sozialanstalt oder etwas Ähnliches reduzieren wollen. Sie wissen nicht, dass es uni viel mehr geht, im Grunde immer uni Leben und Tod jeder einzelnen Seele, um das ewige Schicksal jedes Menschen, um die Genesung zur seligen Ewigkeit durch die Gnade des geopferten Herzens Jesu.
Die Verehrung der göttlichen Liebe im Herzen Jesu fördert jede wahre Reform der Kirche.

Gottes reichen Segen und die Erfahrung der Genesung an Leib und Seele durch das Wirken des liebenden Herrn an Ihnen.

Florian Leppert, Pfarrvikar

   
© Gemeinde Egweil im AltmuehlNet - 2021

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