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Pfarrbrief vom 17. März - 7. April 2019

Liebe Schwestern und Brüder,

am zweiten Fastensonntag hören wir Worte aus dem Lukasevangelium (9,29) „Und während er (Jesus) betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes." Jesus Christus ist für uns das beste Vorbild der Beziehung zu seinem und unserem Vater im Himmel. Obwohl er viel zu tun hatte, fand er immer Zeit für das Gespräch mit seinem Vater - „Er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott” (Lk 6,12).

Im Gebet „Vater unser...” (Lk 11,1-4) hat er seine Jünger und uns gelehrt wie wir beten sollten. Im betenden Menschen wird das Göttliche sichtbar. Im Katechismus der Kirche lesen wir: „Das Gebet ist die Hinwendung des Herzens zu Gott. Wenn ein Mensch betet, tritt er in eine lebendige Beziehung mit Gott ein. Beten ist ein großes Tor in den Glauben. Wer betet, lebt nicht mehr länger aus sich, für sich und von seiner eigenen Kraft. Er weiß, dass es einen Gott gibt, der zu sprechen ist. Ein Mensch, der betet, vertraut sich mehr und mehr Gott an. Er sucht jetzt schon die Verbindung mit dem, dem er eines Tages von Angesicht zu Angesicht begegnen wird. Darum gehört zum christlichen Leben das Bemühen um das tägliche Gebet. Beten kann man allerdings nicht lernen, wie man eine Technik lernt. Beten ist ein Geschenk, das man durch Beten erhält.”

Ohne Gebet ist es unmöglich Gott zu gefallen. Der betende Mensch kann leichter auf Gott vertrauen, darum lebt er gelassener, länger und erfüllt seine gottgewollten Aufgaben. Gebet ist der Atem der Seele und ermöglicht uns eine andere Qualität des Lebens. Ein betender Mensch verändert nicht nur sich selbst, er verändert auch seine Umgebung. Er denkt, fühlt und handelt anders als der egoistische Mensch.

Ich bin froh gemeinsam mit Ihnen zu beten - Gott bitten, danken, loben und preisen.

Im Gebet verbunden
Ihr dankbarer Slawomir, Pfr.


   
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