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Glockenschlag 22. August - 19. September 2021

Liebe Brüder und Schwestern,

zu unserem Pfarrverband gehört auch die wunderschöne Wallfahrtskirche in Baring (Bergen). Jeder von uns schätzt sicherlich die einzigartige Architektur als die Symbiose katholisch-bayerischer Barockbaukunst. Jedes Jahr wallfahren wir am Heilig-Kreuz-Fest dorthin um Schutz und Segen für unsere Pfarreien und alle Gläubigen zu erflehen. Die Geschichte der Wallfahrts- und Klosterkirche geht weit zurück. Das ehemalige Benediktinerinnenkloster wurde 976 von der sel. Wiltrud, der kinderlosen Witwe des Bayernherzogs Berthold gegründet. Zur Klostergründung erhält die Gründerin einen Partikel des heiligen Kreuzes. 1542 wird das Kloster durch den protestantischen Pfalzgrafen Ottheinrich aufgehoben. Der wieder zum katholischen Glauben zurückgekehrte Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm übergab das Kloster nach der Rekatholisierung 1635 den Neuburger Jesuiten. Diese bauten die Wallfahrt aus und errichteten 1755 die heutige Kirche, die sich in die romanischen Bauteile aus dem 12. Jh. einfügt. Am 29. September 1758 wurde die Pfarr- und Wallfahrtskirche „Heilig Kreuz” in Bergen geweiht. Auch Kurfürst Karl Philipp von der Pfalz-Neuburg schätzte die Baringer Kirche. Er stiftete 1718 eine goldene Monstranz mit 772 Diamanten besetzt, um den Kreuzpartikel neben den Leidenspartikeln aufzubewahren. Der Kurfürst trug das Geschenk zu Fuß nach Bergen. Er beschenkte die Kirche aber auch noch mit einem silbernen Tabernakel zwei Engeln aus Silber, sechs Leuchtern, einem Baldachin, sowie einem Herz aus Silber und einem Hochzeitskleid aus einem Goldstoff. Die kostbare Monstranz ist der Säkularisation zum Opfer gefallen. Schon 1561 ist in einer Beschreibung der Klostergeschichte von Bergen das „Ochsenwunder” erwähnt. Zwei Ochsen sollen ohne Treiber die Steine aus dem Steinbruch zum Bauplatz der Basilika transportiert haben. Als die Steine abgeladen waren trabten die Vierbeiner wieder zurück zum Steinbruch und ließen erneut ihr Fahrzeug mit Steinen beladen. Dies soll sich solange wiederholt haben, bis alle notwendigen Steine an Ort und Stelle waren. In den Glanzzeiten der Wallfahrt (1710 bis 1730) pilgerten bis zu 116 Pfarreien zur Wallfahrt nach Bergen. Im Jahr 2020 erteilte unser Bischof Gregor Maria Hanke die Erlaubnis, den in früheren Zeiten bereits gebrauchten Titel „Münster” für die Pfarr- und Wallfahrtskirche wieder zu verwenden. Möge uns das Kreuz des Herren, das die Leiter hin zum Himmel ist, uns in diesen besonderen Zeiten schützen und Mut und feste Hoffnung schenken.
Gottes reichen Segen wünscht Ihnen

Florian Leppert, Pfarrvikar

Das Pfarrbüro ist vom 30.08.2021 - 10.09.2021 geschlossen.

   
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