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Glockenschlag 24. Mai - 14. Juni 2020

Liebe Schwestern und Brüder!

Ein wichtiger österlicher Gedanke ist, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Übertragen bedeutet das für uns heute: auch die Krankheit hat nicht das letzte Wort. Die Einschränkungen haben nicht das letzte Wort. Wo und wie konnten Sie vielleicht Erfahrungen machen, dass Glaube, Hoffnung, Liebe und Leben „Gegen-Worte” zu Zweifel, Einsamkeit, Krankheit, Tod und Einschränkung gesprochen haben?

  • Wie konnte Ihr Glaube lebendig bleiben trotz Gottesdienst- und Kontaktverboten?
  • Wo haben Sie Hoffnung und Ermutigung geschenkt bekommen oder schenken können?
  • Wie erlebten Sie Liebe, Begegnung, Fürsorge und Dasein füreinander?
  • Wo spürten Sie Leben in einer Zeit, die von Krankheit und Tod geprägt wurde und wird?

Bis vor einiger Zeit war der Glockenschlag ein gutes Stück Verkündigung der Frohen Botschaft gerade in Zeiten von Krisen, Verunsicherungen und Ängsten, da eine persönliche Begegnung nicht möglich war. Bei allem was zurzeit mitschwingt, begleitet uns auch das Kirchenjahr mit den Hinweisen auf unsere Glaubensinhalte, die wir etwas anders, aber wie gewohnt im Herzen feiern können. Mittlerweile haben wir wieder begonnen öffentliche Messen und Andachten zu feiern. Gott sei Dank!
Über Wochen und Monate hinweg mussten viele von Ihnen auf Gottesdienste via Fernsehen oder Internet zurückgreifen oder auch Hausgottesdienste oder private Andachten feiern. Gerade jetzt stellt sich für uns die Frage nach unseren Lebensgrundlagen, das was uns Hoffnung, Mut und Zuversicht gibt.
Im 2. Brief an Timotheus steht eine freundliche Ermunterung die tragen kann: (2 Tim 1,7-8) „Uns ist nicht der Geist der Verzagtheit geschenkt worden, sondern der Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen... . Gott gibt dazu die Kraft.”
Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie aus den Entbehrungen der letzten Wochen und Monate neuen Schwung und Eifer für Ihren Glauben gewonnen haben. Denn Entbehrung kann neue Liebe wecken, wenn man das Ersehnte wiederfindet.

Gottes reichen Segen

Ihr Pfarrvikar Florian Leppert


   
© Gemeinde Egweil im AltmuehlNet - 2020

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